Bezirksvorstand der FDP Mittelfranken besucht die SOKE e.V. in Nürnberg
16.01.2012Zur aktuellen Debatte um den Ausbau und die finanzielle Ausstattung der Kindertagesstätten in der Metropolregion machten sich die Liberalen ein Bild vor Ort

Auf dem Bild v.l.n.r. Gernot Samhammer, Jörg Rohde MdL, Christiane Stein, Emilia Alberternst und Dr. Christiane Alberternst Nürnberg – Die mittelfränkischen Liberalen besuchten am Montag den Verein SOKE, die Dachorganisation der Nürnberger selbstorganisierten Kindertageseinrichtungen, um sich dem Thema der Kinderbetreuung und den aktuellen Entwicklungen zu widmen. Der Verein wurde 1996 von 15 Elterninitiativen mit der Aufgabe gegründet, unter Wahrung der Autonomie jedes Mitglieds eine Vernetzungsstruktur der Elterninitiativen in der Region aufzubauen und zu erhalten. Hierzu wurde eine Kontakt- und Beratungsstelle von und für selbstorganisierte Kindertageseinrichtungen eingerichtet.
Die aktuell von der Landesregierung bereitgestellten 39 Millionen Euro für den Ausbau der Kindertagesstätten in Mittelfranken und die davon auf Nürnberg entfallenden19 Millionen sieht Landtagsvizepräsident Jörg Rohde MdL als einen Schritt in die richtige Richtung.
Um die Vielfalt und die Qualität des Angebotes zu steigern und eine optimale Unterstützung durch den Freistaat zu gewährleisten, machten sich die Stadträtin Christiane Alberternst und der Landtagsabgeordnete Rohde ein Bild vor Ort.
Zu Beginn des Krippenjahres 2011/2012 standen in Bayern bereits für rund 28 Prozent der Kinder unter drei Jahren Betreuungsplätze zur Verfügung. Bis Ende 2013 sollen bayernweit 36 Prozent erreicht sein.
Für die Stadt Nürnberg und den Verein SOKE ist der Ausbau ein großes Ziel. Christiane Stein vom Verein sieht allerdings die größten Herausforderungen im Ausbau der Qualität, dem Fachkräftemangel sowie der speziell in Nürnberg vorhandenen Problematik, passende Räumlichkeiten zu finden.
Gerade die Unterstützung der Kommunen beim bedarfsgerechten Ausbau der Kinderbetreuung ist in Bayern durch den Freistaat gewährleistet und muss massiv vorangetrieben werden, zeigte sich der kommunalpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Rohde überzeugt. So hat der Freistaat Bayern zum Ausbau der Kinderbetreuung mit Landes- und Bundesmitteln ein Sonderinvestitionsprogramm für diese Legislaturperiode ins Leben gerufen. Der Bund beteiligt sich anteilig mit rund 340 Mio. Euro, die der Freistaat ungekürzt an die Kommunen weiterleitet. Mit den im bayerischen Haushaltsplan berücksichtigten Mitteln für den Zeitraum 2008-2012 übersteigt der Förderanteil des Freistaats mit insgesamt 360 Mio. Euro schon jetzt die Bundesmittel. „Bayern ist also auf dem richtigen Weg“, so Rohde abschließend.


